Mittwoch, 2. September 2020

Mein „Gestiefelter Kater“ im August... 


Ich mag das Märchen vom gestiefelten Kater sehr. Von Haus aus bin ich ja ausgesprochener Katzenfreund. Da liegt es nahe , das mir auch der kleine gewitzte Kater aus dem Märchen gefällt.

Obwohl er sich wenig „kätzisch“ zeigt, sein Charakter und Handeln wirken eher wie ein Hund. Eine Katze schert sich in aller Regel nicht sehr um ihr Umfeld. Ja , mal Kuscheleinheiten abholen und um die Beine streichen..das mag schon sein. Aber im Grunde ist eine Katze ein Einzelgänger mit einem gewissen Eigensinn. So eine Mieze kann ihr Umfeld vortrefflich ausblenden und lässt sich meist nicht aus der Ruhe bringen. Sicher , es gibt natürlich Ausnahmen! Was ich meine ist, das eine Katze weniger an „Ihren“ , an den Menschen gebunden ist. Sie ist nicht abhängig von der Anerkennung , der Interaktion mit dem Mensch. Ein Hund schon. Er ist seinem „Rudelchef“ treu ergeben und gehorcht ihm...ja , auch hier soll es Ausnahmen geben...

So verhält es sich mit unserem Katerchen im Märchen nicht. Er sorgt sich , um den Müllersbursch, obwohl der ihn am Anfang nicht so für voll nimmt! Der Kater fädelt für seinen „Herrn“ ein geschicktes Komplott ein, bei dem er einiges riskiert. Selbstlos ist sein Tun obendrein, wirklich was davon hat er nicht, nicht mal ein leckeres Rebhuhn.

Am besten gefällt mir der Schluss. Indem er dem Zauberer an die Eitelkeit geht, überlistet er ihn, sehr raffiniert! Als Kind hatte ich immer angst, der Zauberer könnte noch aus dem Magen des Katers heraus zaubern!

Ach wäre es doch immer so leicht sein Ziel zu erreichen. Wäre ich doch auch so gewitzt und schlau wie der gestiefelte Kater...

Wobei , dem Müllersbursch wird ja quasi alles in den Schoß gelegt, nichts muss er für seinen Ruhm tun. Ob er das dann alles so zu schätzen weiß und ob die Freude lange vorhält? Hat irgendwie ein schalen Nachgeschmack...?

Mein kreativer Beitrag fürs Katerchen sind diese schönen , bunten „Frühstücksfreunde“. In diesen einfachen , aber praktischen Taschen können die Frühstücksbrote umweltfreundlich, mehrfach eingeschlagen werden. Innen sind sie beschichtet, also abwaschbar.

Ich habe sie an kleine ABC- Schützen zur Schuleinführung verschenkt.

Und vielleicht kann unser Kater sie gebrauchen um das Futter für die Rebhühner zu transportieren?!

Nun ab zu Maika...

Es grüßt euch, Sandy!




















Dienstag, 4. August 2020

Mein Beitrag zum Juli - Märchen

Brüderchen und Schwesterchen“

...mit etwas Verspätung...

Mich hat es leider gesundheitlich diesen Monat ziemlich ausgenockt. Was mich leider zu einer Zwangspause in fast allen Lebensbereichen gezwungen hat und immer noch zwingt. Ein Zustand der mir sehr schwerfällt, hab ich doch immer Projekte , Ideen die kreativ umgesetzt werden wollen.

So bin ich nun aber zum Stillhalten und Ausruhen „verurteilt“..:

Zum aktuellen Märchen habe ich aber trotzdem ein paar Gedanken..

Das Märchen ist von einer gewissen Bitterkeit durchzogen. Die traurige Kindheit des Geschwisterpärchens und die viele Gewalt machen einen ganz sprachlos.

Sehr übel finde ich auch die Szene zum Ende des Märchens, in der das Bad für die Königin eingelassen wird , in dessen Verlauf sie stirbt und diese furchtbare Stiefmutter weiter ihre gemeinen Ränke schmiedet.

Wie blind und oberflächlich muss eigentlich der junge König gewesen sein, das er das alles nicht mitbekommt? Bis der endlich merkt was abgeht...na oder?!

Ich denke , ein bißchen geht es um Verwandlung in diesem Märchen. Die Verwandlung vom Kind zum Erwachsenen. Was steckt in den Kindern, ein Tiger , ein Wolf oder ein sanftes Reh? Im Märchen übernimmt das Schwesterchen den Part der mütterlichen Fürsorge über das Brüderchen. Das Brüderchen , das blauäugig und ungestüm seinen Gelüsten nicht widerstehen kann und bei der dritten Quelle dann doch trinkt und sich in ein vergleichsweise ,harmloses Reh verwandelt. Es macht dem Schwesterchen auch als Rehlein nur Ärger und bringt am Ende mit seinem Leichtsinn beide in Gefahr.

Ich überlege , was wäre gewesen wenn die Charaktere anders herum lägen. Brüderchen wäre der Besonnenere und Schwesterchen ganz unbedacht. So wie bei Hänsel und Gretel, wo ja der Hänsel zunächst beide versucht durch den Wald zu lotsen und Gretel beschützen will. Was für eine Auswahl an den Quellen hätte es für das Schwesterchen gegeben?? Wie wäre das wohl ausgegangen?...Vielleicht sollte man Märchen wirklich mal „umspinnen“?


Zum Schluss mein kreativer Beitrag...allerdings musste ich diesmal etwas mogeln... das gezeigte Werk entstand schon im letzten Jahr zum Kindertag für meine Mädchen. Ich dachte aber , das es vielleicht gute Dienste getan hätte um das Rehchen zu „zügeln“.











Ein Reitgeschirr zum Pferd und Reiter spielen, Aktuell auch mit der „Corona-Verlängerung“ der Zügel, damit auch auf dem Schulhof mit Sicherheitsabstand geritten werden konnte!

Nun ab damit zu Maika...und bis bald, eure Sandy!