Sonntag, 4. Oktober 2020








Mein „Muck“ im September...


Der kleine Muck , ein schönes Orientalisches Märchen von Wilhelm Hauff. Ich erinnere mich noch gut an die schöne DEFA- Verfilmung .

Der kleine Muck, ein Märchen in dem es um tolle „Rennsemmeln“ , Eselsohren , Zauberei und vor allem auch um das „anders sein „ geht.

Der kleine Muck ist anders, er ist klein , mit einem verhältnismäßig großem Kopf und einem kleinen Buckel und mit abgetragenen , viel zu großen Kleidern bietet er Anlass zum Lästern und verspotten durch die anderen.

Aber er erlebt eine großartige Geschichte, in der er selbst auch eine Wandlung durchlebt , innerlich an Größe gewinnt und ihm das Schicksal wohlgesonnen unter die Arme greift.

Eben gerade weil er anders ist, außergewöhnlich und nicht „von der Stange“ so ganz langweilig daher kommt, erlebt er sein Abenteuer.

Aber anders zu sein ist schwer und er muss viele Verletzungen einstecken. Warum ist das so? Warum werden Menschen, insbesondere Kinder( ich denke da auch an die Schule, auch schon im Kindergarten) ausgegrenzt , gehänselt , neudeutsch: „gemobbt“? Eine Erklärung wäre vielleicht , das anders sein , ob nun im Aussehen oder im Verhalten, in der Lebensweise, Ängste bei den „ normalen“ Menschen hervorruft. Wer anders ist, weicht von der Norm ab, von dem was man kennt, was einem sicher und richtig erscheint. Da gilt es dann eigene Unsicherheiten und Selbstzweifel zu kompensieren . Und am besten lenkt man von den eigenen Unzulänglichkeiten ab , in dem auf die vermeintliche Schwäche der anderen zeigt.


Jetzt muss ich ein kleines Spagat zu meinem September – Werk wagen. Ursprünglich hatte ich ganz orientalische Phantasien im Kopf, so mit Tüll und Ornamenten ….

Makramee“ , die tolle Knüpftechnik ...aber irgendwie blieb es bei den Gedanken und es wollte nichts richtig entstehen...!

Dann kam mir in der Vorbereitung für ein neues Thema mit meiner Hortgruppe ( was ich hoffentlich bald umsetzen kann!!), der Gedanke über eben das oben beschriebene anders sein. Und da war er schnell fertig , der Held aus dem Bilderbuchklassiker „ Frederick“ von Leo Lionni . Nach langem habe ich mal wieder etwas gefilzt, hat richtig Laune gemacht.

Frederick, der ja auch irgendwie anders ist, anders denkt aber eben durch seine Andersartigkeit die kleine Mäusetruppe auf eine sehr wichtige Art und Weise bereichert .


Nun ab damit zu MAIKA..












 










Mittwoch, 2. September 2020

Mein „Gestiefelter Kater“ im August... 


Ich mag das Märchen vom gestiefelten Kater sehr. Von Haus aus bin ich ja ausgesprochener Katzenfreund. Da liegt es nahe , das mir auch der kleine gewitzte Kater aus dem Märchen gefällt.

Obwohl er sich wenig „kätzisch“ zeigt, sein Charakter und Handeln wirken eher wie ein Hund. Eine Katze schert sich in aller Regel nicht sehr um ihr Umfeld. Ja , mal Kuscheleinheiten abholen und um die Beine streichen..das mag schon sein. Aber im Grunde ist eine Katze ein Einzelgänger mit einem gewissen Eigensinn. So eine Mieze kann ihr Umfeld vortrefflich ausblenden und lässt sich meist nicht aus der Ruhe bringen. Sicher , es gibt natürlich Ausnahmen! Was ich meine ist, das eine Katze weniger an „Ihren“ , an den Menschen gebunden ist. Sie ist nicht abhängig von der Anerkennung , der Interaktion mit dem Mensch. Ein Hund schon. Er ist seinem „Rudelchef“ treu ergeben und gehorcht ihm...ja , auch hier soll es Ausnahmen geben...

So verhält es sich mit unserem Katerchen im Märchen nicht. Er sorgt sich , um den Müllersbursch, obwohl der ihn am Anfang nicht so für voll nimmt! Der Kater fädelt für seinen „Herrn“ ein geschicktes Komplott ein, bei dem er einiges riskiert. Selbstlos ist sein Tun obendrein, wirklich was davon hat er nicht, nicht mal ein leckeres Rebhuhn.

Am besten gefällt mir der Schluss. Indem er dem Zauberer an die Eitelkeit geht, überlistet er ihn, sehr raffiniert! Als Kind hatte ich immer angst, der Zauberer könnte noch aus dem Magen des Katers heraus zaubern!

Ach wäre es doch immer so leicht sein Ziel zu erreichen. Wäre ich doch auch so gewitzt und schlau wie der gestiefelte Kater...

Wobei , dem Müllersbursch wird ja quasi alles in den Schoß gelegt, nichts muss er für seinen Ruhm tun. Ob er das dann alles so zu schätzen weiß und ob die Freude lange vorhält? Hat irgendwie ein schalen Nachgeschmack...?

Mein kreativer Beitrag fürs Katerchen sind diese schönen , bunten „Frühstücksfreunde“. In diesen einfachen , aber praktischen Taschen können die Frühstücksbrote umweltfreundlich, mehrfach eingeschlagen werden. Innen sind sie beschichtet, also abwaschbar.

Ich habe sie an kleine ABC- Schützen zur Schuleinführung verschenkt.

Und vielleicht kann unser Kater sie gebrauchen um das Futter für die Rebhühner zu transportieren?!

Nun ab zu Maika...

Es grüßt euch, Sandy!